Was interessiert es uns, wenn es in China weniger Reisfelder gibt?

Vielleicht nicht so sehr - sollte es aber, sagt ein internationales Forschungsteam: Denn viele Reisfelder in China sind in Teiche umgewandelt worden, in denen Fische und Krabben gezüchtet werden - und es werden auch weiterhin Reisfelder zu diesem Zweck umgewandelt, um die weltweite Nachfrage nach proteinreicher Nahrung zu befriedigen. Und das heizt den Forschenden zufolge den Klimawandel an.

Bisher war man davon ausgegangen, dass Reisfelder schon ziemlich schlecht fürs Klima sind, weil sie sehr feucht sind und darin Mikroorganismen verrottendes Pflanzenmaterial zu Methan verarbeiten. Den Forschern zufolge sind die Zuchtteiche aber noch schlimmer: Die Methan erzeugenden Mikroben finden darin nämlich noch bessere Lebensbedingungen - und produzieren dadurch noch mehr Methan.

Die Forscher haben aber auch schon herausgefunden, wie man das verhindern kann: und zwar indem die Teiche regelmäßig gelüftet werden, also Sauerstoff hinzugefügt wird. Dann können die Mikroben schlechter Methan erzeugen.