Der Klimawandel bringt auch tropische Pflanzen aus dem Rhythmus.

Das berichtet ein US-Forschungsduo im Fachmagazin Plos One. Die Forschenden haben die Daten zu Blütezeiten von 8.000 Pflanzen ausgewertet, die bis zu 200 Jahre zurückreichen. Manche davon fanden sich in Museumsaufzeichnungen. Die Pflanzen stammten aus verschiedenen tropischen Ländern wie Brasilien, Ecuador, Ghana und Thailand.

In der Auswertung zeigte sich, dass zum Beispiel der Amarant-Baum aus Brasilien heute 80 Tage später blüht als noch in den 1950er Jahren. Und in Ghana blühen Crotalaria-Sträucher jetzt 17 Tage früher. Deshalb schreiben die Forschenden, dass der Klimawandel offenbar auch in tropischen Regionen die Blütezeit von Pflanzen beeinträchtigt. Bisher hatte man gedacht, dass das nicht so ist, weil in den Tropen übers Jahr gesehen eher gleichmäßige Temperaturen herrschen.

Die Forschenden warnen, dass das negative Folgen haben kann unter anderem auf verschiedene Nahrungsketten.