Bisher hatten Studien gezeigt, dass Waldböden Methan durch die Erderwärmung schlechter speichern. Forschende der Uni Göttingen und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg kommen jetzt aber zu einem anderen Ergebnis. Nach ihren Untersuchungen könnte sich die Speicherfähigkeit sogar erhöhen.
Methan dringt besser durch trockene Böden
Langjährige Messungen in Wäldern im Südwesten Deutschlands ergaben, dass die Böden dort pro Jahr drei Prozent mehr Methan aufnahmen. Weniger Niederschläge sorgten für trockenere Böden, in die Methan leichter eindrang als in feuchte Böden. Außerdem bauten Mikroorganismen bei steigenden Temperaturen Methan schneller ab. Die bis dahin größte US-Studie hatte noch einen Rückgang der Methanaufnahme festgestellt - um bis zu 80 Prozent, weil es hier mehr Niederschläge gab.
Es braucht noch langfristige Messungen
Die Forschenden sagen, dass sich klimatische Veränderungen nicht zwangsläufig negativ auswirken. Um die Folgen des Klimawandels realistisch einzuordnen, seien langfristige Messungen unverzichtbar.
