Wenn es um Waldbrände geht, gucken wir oft in den Amazonas.

Dabei macht Fachleuten besonders Sorge, was weiter nördlich passiert - etwa in Kanada oder Sibirien. Ein internationales Forschungsteam schreibt im Fachblatt Science, dass inzwischen mehr CO2 durch Waldbrände dort freigesetzt wird als durch Brände in tropischen Gebieten. Die Emissionen haben sich in den letzten gut 20 Jahren verdreifacht.

Während die Brände im Amazonas oft direkt von Menschen gelegt werden, um Agrarflächen zu gewinnen, sind die Waldbrände im Norden oft Folge des Klimawandels. Die Forschenden sagen: Da entsteht ein Teufelskreis. Denn genau diese Waldbrände befeuern die Erderwärmung noch weiter. Bisher binden die Laub- und Nadelwälder im Norden mehr CO2 als sie freigeben - das könnte sich langfristig aber ändern.

Forschende, die an der Untersuchung nicht beteiligt waren, sagen, dass die Studie helfen kann, das Waldmanagement zu verbessern.