Wenn Insekten durch den Klimawandel zu früh aus der Winterruhe aufwachen, kann das zum Problem werden. Das zeigt ein Experiment der Universität Würzburg.

Durch höhere Temperaturen starten viele Bienen und Wespen inzwischen früher ins Jahr. Das klingt erstmal gut – hat aber Nachteile für die Insekten: Oft gibt es dann noch nicht genug Nahrung für sie. Gleichzeitig verbrauchen die Tiere bei Wärme schneller ihre lebenswichtigen Fettreserven. Das kann dazu führen, dass sie geschwächt in den Frühling gehen – und sich schlechter fortpflanzen oder sogar schlechter überleben.

Für das Experiment hat ein Forschungsteam 15.000 Insekten aus verschiedenen Regionen gesammelt und bei unterschiedlichen Temperaturbedingungen beobachtet. Die Ergebnisse zeigen außerdem: Arten aus kühleren Gegenden reagieren besonders empfindlich auf warme Frühjahre. Die Forscher wollen jetzt klären, wie genau zusätzliche extreme Hitzetage das Schlüpfen beeinflussen, wie schnell Populationen sich an veränderte Temperaturen anpassen können und welche Folgen die Energiereserven der Insekten für deren Bestäubungsleistung haben.