Wann Bäume im Frühling grün werden, und wann dann im Herbst das Laub wieder herabfällt - das hängt vor allem von zwei Dingen ab: von der Temperatur und von der Genetik der Bäume.

Forschende des Frankfurter Senckenberg-Zentrums für Biodiversität und Klima beschreiben in der Fachzeitschrift Global Change Biology, wie sie das bei Buchen untersucht haben. Sie schauten sich Satellitenbilder von knapp 50 Buchenwäldern an - von 2015 bis 2022 - und machten auch genetische Analysen, um herauszufinden, wie europäische Buchenwälder auf den Klimawandel reagieren.

Dabei zeigte sich, dass die Bäume seit Ende der 80er Jahre im Schnitt acht Tage länger grün sind - vor allem, weil es im Frühjahr früher warm wird. Zugleich sind Baumpopulationen aber genetisch an ihre lokale Umgebung angepasst. Das heißt, dass Buchen im Norden tendenziell eher austreiben, wahrscheinlich, um das klimatische Zeitfenster optimal auszunutzen.

Die Studie hilft dabei zu verstehen, wie Buchenwälder auf Klimaszenarien in der Zukunft reagieren werden. Das nützt dann der Waldbewirtschaftung und dem Naturschutz. Das Team meint, wenn die genetische Vielfalt der Buchen erhalten bleibt, dann können sie sich anpassen.