Das zeigt eine Studie im Fachmagazin Current Biology. Über menschliche Ausscheidungen und Kläranlagen landen Spuren von Kokain auch in Flüssen und Seen. Forschende wollten daher wissen, wie sich die illegale Droge auf Lachse auswirkt. Sie setzten Junglachsen Implantate ein. Eine Gruppe bekam so kontinuierlich Kokain verabreicht, eine andere Gruppe ein Abbauprodukt von Kokain. Außerdem bekamen die Fische Sender, mit denen man ihre Bewegungen im See nachverfolgen konnte.
Heraus kam, dass die Lachse, die Kokain oder das Kokain-Abbauprodukt bekamen, aktiver waren und deutlich weitere Strecken schwammen als die Kontrollgruppe. Das Abbauprodukt hatte dabei sogar einen stärkeren Effekt auf die Fische, als das Kokain selbst.
Welche langfristigen Folgen das haben könnte, ist unklar, schreiben die Forschenden. Aber auch die Bewegungsmuster von Fischen formen das Ökosystem Wasser.
