Gegen krank machende Bakterien sollen Antibiotika helfen. Die Erreger sind den Medikamenten aber nicht schutzlos ausgeliefert.

Kolibakterien können bestimmte Antibiotika mit Hilfe von Enzymen abbauen und sich so retten. Besser für eine ganze Bakterien-Kolonien ist es allerdings, wenn einzelne Zellen NICHT überleben. Wie das funktioniert, darüber berichtet ein deutsch-niederländisches Forschungsteam im Fachmagazin PNAS.

Es hatte beobachtet, dass sich eine Bakterien-Kolonie erholen kann, wenn sie nicht auf einen Schlag ausgelöscht wird. Hauptgrund dafür sind nicht die Einzelkämpfer, die das Antibiotikum im Inneren ihrer Zelle neutralisieren.

Besonders effektiv ist es, wenn beim Tod eines Bakteriums seine Hülle zerstört wird - und das Gegenmittel-Enzym so nach außen gelangt. Ob das passiert, hängt auch davon ab, welches Antibiotikum verwendet wird. Die Forschenden hoffen, dass ihre Erkenntnisse helfen, bessere Medikamente zu entwickeln - auch gegen resistente Krankheitserreger.