Der europäische Kolonialismus war und ist eine Bedrohung für biologische und kulturelle Vielfalt.

Den Zusammenhang stellen Forschende im Fachmagazin People and Nature her. Sie haben analysiert, wo auf der Welt die sprachliche und biologische Vielfalt abnimmt. Die Artenvielfalt ist vor allem auf subtropischen Inseln bedroht. Die sprachliche Vielfalt nimmt unter anderem in Australien und dem südlichen Afrika ab. Arten- UND Sprachenvielfalt sind vor allem auf Inseln in Ozeanien und Ostasien bedroht.

Den Forschenden zufolge werden Sprachen vor allem durch Urbanisierung bedroht und die biologische Vielfalt vor allem durch die Umgestaltung von Ökosystemen. Etwas, das alle betroffenen Länder gemeinsam haben, ist, dass sie früher einmal Kolonien waren. Denn die europäischen Besatzer brachten zum Beispiel invasive Arten mit und rissen lokale Gemeinschaften auseinander. Je länger eine koloniale Besetzung angedauert habe, desto deutlicher zeige sich der Effekt.

Das ist auch heute noch relevant. Denn durch die fortschreitende Globalisierung befürchten die Forschenden ähnliche und sogar noch ausgeprägtere Folgen für Kultur und Umwelt.