Der Karneval in Kolumbien gehört seit Jahren zum Unesco-Weltkulturerbe.

In Pasto im Südwesten feiern Tausende gerade eines der größten Karnevalsfeste des Landes - den sogenannten "Karneval der Schwarzen und Weißen". Am ersten Tag schminken sich die Menschen mit schwarzer Farbe, um zweiten Tag mit weißer. Das soll Gleichheit über alle Ethnien hinweg symbolisieren.

Weiße wollten mitfeiern

Der Ursprung des Festes geht auf die Kolonialzeit zurück. Damals hatten schwarze Sklaven von ihren spanischen Herren einen freien Tag zum Feiern gefordert. Weil das Fest der Sklaven so ausgelassen war, sollen die weißen Kolonialherren ihre Gesichter schwarz angemalt haben, um daran teilnehmen zu können.

Die bekannteste Karnevalsfeier in Kolumbien wird in Barranquilla an der Karibikküste gefeiert - traditionell im Februar oder März. Dort werden rund eine Million Menschen erwartet.