Zu dem Schluss kommt eine Übersichtsarbeit im Fachmagazin Perspectives on Psycholgical Science. In der haben Forschende verschiedene Einzelstudien mit insgesamt über 2000 Teilnehmenden aus Europa, den USA, Mexiko und Australien ausgewertet. Ihre Alltagsgespräche wurden über einen längeren Zeitraum aufgezeichnet. Die Forschenden gehen davon aus, dass die aufgenommenen Gespräche und Situationen weitgehend authentisch waren. Die Analyse zeigt: Die Teilnehmenden schwiegen im Schnitt täglich bis zu zwei Minuten länger und das Jahr für Jahr. Für den gesamten Studienzeitraum zwischen 2005 und 2019 summiert sich das auf zu fast einem Drittel weniger gesprochenen Worten.
Im Studienzeitraum wurden Smartphones und Messengerdienste immer beliebter. Die Forschenden vermuten, dass immer mehr geschrieben statt gesprochen wird. Das bedauern sie, denn je weniger wir miteinander sprechen, desto weniger stark ist die Verbindung mit anderen Menschen.
