Forschende haben eine neue Methode entwickelt, um Hirngewebe einzufrieren, ohne dass es dabei beschädigt wird.

Das berichten sie im Fachmagazin PNAS.

Normalerweise entstehen beim Einfrieren Eiskristalle – und die können Zellen zerstören. Ein bisschen so wie bei gefrorenem Obst: Wenn man es auftaut, wird es oft matschig. Bei der neuen Methode wird das Wasser im Gewebe vorher durch eine spezielle Flüssigkeit ersetzt. Beim Abkühlen entsteht dann kein Eis, sondern eine glasartige Struktur.

Tests mit Maushirngewebe zeigen: Selbst nach mehreren Tagen Lagerung funktionierten die Nervenzellen nach dem Auftauen wieder. Sie konnten elektrische Signale senden und darauf reagieren. In einer Hirnregion, die für Lernen und Erinnern wichtig ist, blieben sogar Prozesse erhalten, die mit Gedächtnisbildung zu tun haben. Die Methode könnte deshalb helfen, Hirngewebe für die Forschung deutlich besser zu konservieren.