Denn er wird aus Bohnen hergestellt, die von asiatischen Schleichkatzen gefressen und wieder ausgeschieden wurden. Das Produkt ist selten und teuer: 500 Gramm kosten um die 200 Euro. Der Geschmack dieses Kaffees wird beschrieben als extrem mild, schokoladig und leicht erdig-muffig.
Wie dieses Aroma beeinflusst wird auf dem Weg durch den Verdauungstrakt der Schleichkatzen, ist noch nicht geklärt. Deshalb haben Forschende in Indien Kaffeebohnen gesammelt - und zwar einmal bevor die Schleichkatzen sie gefressen hatten und auch danach. Alle Bohnen stammten von denselben fünf Plantagen. Die Forschenden haben die Bohnen gereinigt, gemahlen und chemisch analysiert.
Sie schreiben im Fachmagazin Scientific Reports: Auf dem Weg durch den Verdauungstrakt der Schleichkatzen werden die Kaffeebohnen fermentiert, und dabei erhöht sich unter anderem ihr Fettgehalt. Auch bei Fettsäuren und anderen Verbindungen verändert sich was. Das beeinflusst dann auch den Geschmack, wenn die Bohnen geröstet und zu Kopi Luwak aufgebrüht werden.
Wegen der Nachfrage werden die Schleichkatzen heute oft in Käfigbatterien gehalten. Deshalb werden die Kopi-Luwak-Bohnen meist nicht mehr in freier Natur gesammelt.
