Das zeigt eine Studie zu Korallen im Fachmagazin PNAS ((an der auch Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt waren)). Das Wissenschaftsteam hat mithilfe von Fossilien, Computermodellen und KI untersucht, wie sich verschiedene Korallenarten über rund 500 ((470)) Millionen Jahre entwickelt haben.
Heute dominieren riffbildende Korallen, die in Symbiose mit Algen leben. Durch diese Partnerschaft können die Korallen schnell wachsen - gleichzeitig sind sie unter anderem von Licht abhängig, das die Algen für ihren Stoffwechsel brauchen. Diese Partnerschaft wurde aber erst vor rund 245 Millionen Jahren zum entscheidenden Vorteil. Vorher waren über lange Zeit Korallen ohne Algensymbiose erfolgreicher. Diese Gruppe von Korallen kann auch in größeren Tiefen leben.
Die Forschenden schließen daraus, dass der Erfolg einer Art stark von den Umweltbedingungen abhängt. Das könne auch helfen, die Folgen des Klimawandels besser zu verstehen. So reagieren riffbildende Korallen besonders empfindlich auf kurzfristige Erwärmung. Langfristig setzen steigende Temperaturen aber beiden Lebensstrategien zu.
