Krankheit

Lepra gibt es in Birma noch immer

Offiziell ist Lepra in Birma schon seit über zehn Jahren kein großes Problem mehr.

Denn 2003 wurde das Ziel der Weltgesundheitsorganisation erreicht: Weniger als ein Leprafall auf 10.000 Menschen. Aktuell liegt die Verbreitung von Lepra in Birma der WHO zufolge sogar bei weniger als 0,5 Erkrankten pro 10.000 Einwohner.

Doch im "Asian Scientist" warnen sowohl die WHO als auch die Internationale Föderation von Anti-Lepra-Verbänden ILEP, dass es Lepra in Birma noch immer gibt: So sind im letzten Jahr fast 3000 neue Erkrankungen registriert worden. Das Problem dabei ist den Organisationen zufolge vor allem, dass sich die Birmesen der Gefahr nicht mehr bewusst sind. Sie halten Birma für Lepra-frei. Und auch Menschen in Gesundheitsberufen seien nicht mehr gut genug im Erkennen von Lepra-Symptomen geschult.

Birma und 16 weitere Staaten haben 2013 die Bangkok Declaration for a Leprosy-Free World unterzeichnet. Kernziel dieser Erklärung ist es, bis 2020 die Anzahl der Lepra-Fälle mit sichtbaren Deformierungen auf weniger als einen Fall pro eine Million Menschen zu reduzieren.