Bakterien haben ganz schön fiese Strategien, um uns krank zu machen.

In Flüssigkeiten in unserem Körper können sie zum Beispiel gegen den Strom schwimmen und so überall hinkommen. Auch medizinische Schläuche können so kontaminiert werden. Ein Team der Uni Pennsylvania in den USA hat Mini-Röhrchen nachgebildet, um zu untersuchen, wie E.coli-Bakterien, also Darmbakterien, schwimmen.

Dabei gab es eine Überraschung: Je stärker die Strömung in einer Flüssigkeit war, desto schneller kamen die Bakterien gegen diesen Strom voran. Sie nutzen die Strömung sozusagen als ihre Leitplanke. Die Forschenden sagen: Das ist wichtig, um zum Beispiel Harnwegs-Infektionen besser zu verstehen. Denn wenn Bakterien im unteren Teil der Harnwege zu finden sind, haben sie es möglicherweise auch hoch in die Nieren geschafft. Ein Tipp der Forschenden ist auch, dass medizinische Schläuche möglichst dünn sein sollten und so etwas wie Kanten und Drehungen haben sollten. Das hält die Bakterien besser zurück.

Die Forschenden sagen auch, dass ihre Erkenntnisse helfen könnten, besser Medizin in den Körper zu bringen. Man könnte Mini-Roboter entwickeln, die sich genauso verhalten wie die Bakterien und dann Medikamente besser im Körper verteilen können.