Wenn es nach einer Mikrobiologin aus den USA geht, dann schlucken wir vielleicht bald Würmer statt Pillen, wenn wir krank sind.

Die Wissenschaftlerin hat mit ihrem Team an einem Darmparasiten geforscht. Der Hakenwurm kommt unter anderem in Südostasien vor und heftet sich im Körper an Blutgefäße. Da saugt er Blut - teils so viel, dass das auch zu Blutarmut führen kann, man also einen Schwächeanfall bekommen kann.

Der Wurm gibt allerdings auch Substanzen ab. Die Idee ist, ihn gentechnisch so zu verändern, dass er Medikamente produziert und abgibt. Im Zweifel auch wie ein Reservoir: Vom Wurm kommt immer dann der richtige Wirkstoff, wenn es gerade gebraucht wird.

In einer ersten Studie hat das in Grundzügen funktioniert: Bei einem Test mit Hamstern, in dem der Wurm ein Gegengift gegen Kugelfischgift produzierte.