Wie können KI-Chatbots Wissenschaft besser machen?

Ein Beispiel dazu liefert ein Chemiker der Freien Uni Berlin. Er hat KI-Chatbots wie ChatGPT und Gemini genutzt, um Daten zu mehr als 3000 chemischen Fachartikeln automatisiert auf bestimmte Fehler zu checken. Innerhalb von 15 Minuten, am eigenen Laptop.

Im Fachmagazin Organic Letters schreibt der Chemiker, dass er die Programmiersprache Python dafür genutzt hat. Die beherrscht er eigentlich nicht, aber ihm hat ein Vier-Stunden-Erklärvideo dazu gereicht, um Chat-GPT und Co den notwendigen Code schreiben zu lassen. Das können einige Chatbots nämlich.

Bei seiner Analyse kam raus, dass in mehr als der Hälfte der untersuchten wissenschaftlichen Veröffentlichung bestimmte Angaben fehlerhaft waren. Und zwar dazu, wie viel Moleküle wiegen. Diese Infos sind in der Chemie sehr wichtig. In 280 Fällen weist die KI-Auswertung laut dem Chemiker darauf hin, dass die Verfasser der betreffenden Studie entweder ernstzunehmende Fehler gemacht oder möglicherweise sogar Messdaten gefälscht haben.