Und zwar im Kaukasus, da wo heute Aserbaidschan liegt. In einer neuen Studie im Fachmagazin PNAS werden die Ernährungsgewohnheiten von Menschen der „Kura-Araxes-Kultur“ in der frühen Bronzezeit genauer beschrieben. Forschende konnten durch moderne Analysemethoden herausfinden, was damals in Keramikgefäßen gekocht und gelagert wurde. Insgesamt ging es um gut 50 Keramikbehältnisse, die Schätzungen zufolge vor bis zu 4.900 Jahren benutzt wurden.
Es fanden sich Spuren organischer Rückstände - auch von Trauben, Pflanzenölen, Baumharzen, tierischen Fetten und Milchprodukten. Außerdem Hinweise auf Praktiken, wie Lebensmittel haltbar gemacht und weiterverarbeitet wurden. Neben fermentierten Milchprodukten hat man in der Gegend in der frühen Bronzezeit offenbar auch mit Nadelbaumharzen versetzten Wein getrunken. Auf diese Art wird beispielsweise heute in Griechenland Retsina-Wein hergestellt.
