In Peru wird Kakao oft in Wäldern angebaut, das heißt, nicht in einer Monokultur, sondern die Kakaopflanzen wachsen zusammen mit anderen Pflanzen.
Das ist gut für die Natur und Artenvielfalt, aber die Bauern und Bäuerinnen haben Probleme mit Blattschneide-Ameisen. Die gelten als Schädlinge, weil sie Blätter, Blüten und Früchte abschneiden und am Schluss fällt die Ernte geringer aus. Deshalb werden Pestizide gespritzt.
Ein Forschungsteam der Uni Würzburg hat sich das Problem genauer angesehen und herausgefunden: Die Blattschneide-Ameisen sind nicht nur schädlich, sie nützen dem Wald auch. Und es gibt etwas, das helfen kann: Papaya. Die Frucht mögen die Ameisen noch lieber als Kakao. Wenn Papaya in demselben Wald angebaut wird, dann gehen die Blattschneide-Ameisen lieber dorthin und lassen den Kakao eher in Ruhe. Auch Orangen und ein bestimmter Holzbaum können die Ameisen gut ablenken.
