Menschen mit psychischen Erkrankungen sind oft mit einer Person zusammen, die ebenfalls eine psychische Diagnose hat - und zwar oft dieselbe.
Das zeigt eine internationale Studie im Fachmagazin Nature Human Behaviour. Die Forschenden haben Daten von fast 15 Millionen Paaren aus Taiwan, Dänemark und Schweden ausgewertet. Untersucht wurden neun psychische Erkrankungen, darunter Depression, Schizophrenie und Zwangsstörungen.
Das Ergebnis: Über Generationen hinweg gibt es deutliche Gemeinsamkeiten zwischen Ehepartnern – in allen drei Ländern.
Wenn beide Eltern von einer Erkrankung betroffen sind, steigt auch das Risiko für die Kinder, ähnliche Diagnosen zu entwickeln. Die Forschenden betonen, dass diese offenbar „nicht-zufällige Partnerwahl“ ein zusätzliches Element ist, das neben Genetik und Umwelt beeinflusst, wie psychische Erkrankungen in Familien weitergegeben werden.
