Bei Laufschuhen ist die Sohle oft stark gedämpft.
So soll der Druck abgefedert werden, mit dem der Fuß beim Laufen auf den Untergrund trifft. Klingt nach einer guten Idee - aber ist es das auch? Die Frage hat sich ein Forscherteam aus Finnland gestellt. Die Wissenschaftler haben sich nämlich gewundert, dass sich Läufer noch immer genauso oft verletzen wie vor Jahrzehnten - obwohl schon so lange an immer besser gedämpften Laufschuhen rumgetüftelt wird.
Die Wissenschaftler haben deshalb einen normalen Laufschuh mit einem extrem stark gedämpften Laufschuh bei zwei unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten verglichen. Und dabei stellten sie fest, dass man mit stark gedämpften Schuhen anders läuft: Man federt selber weniger ab - und dadurch prallt der Fuß ungebremster auf den Untergrund. Bei schnellerer Laufgeschwindigkeit war der Effekt stärker. Ein extrem gedämpfter Schuh bewirkt also, dass wir anders laufen - und verstärkt dadurch die Stärke des Aufpralls anstatt ihn abzufedern.
