Diese Erkenntnis könnte dabei helfen, die Gefahren durch Lawinen besser abzuschätzen.

Forschende aus der Schweiz haben gemessen, wie schnell sich Risse in der Schneedecke ausbreiten - solche Risse können in steilem Gelände eine Lawine auslösen. Das Ergebnis war überraschend: Die Risse im Experiment breiteten sich deutlich schneller aus als erwartet. Die gemessene Geschwindigkeit lag sogar über der theoretischen Grenze für diesen Vorgang, der sogenannten Scherwellengeschwindigkeit.

Die Forschenden führen das auf die Schwerkraft am Hang zurück, die wohl für die Beschleunigung verantwortlich ist. Das Tempo der Schneerisse beeinflusst auch die Größe einer Lawine.

Die Forschenden hatten für die Studie im Fachmagazin Nature Communications Experimente unter kontrollierten Bedingungen gemacht. Jetzt wollen sie untersuchen, wie oft sich Schneerisse so schnell auch in der Natur ausbreiten.