Um solche Fragen dreht sich eine Studie, die im Fachmagazin The Lancet Regional Health erschienen ist. Danach stirbt mehr als jeder zehnte Mensch in Deutschland im Krankenhaus, während er mit einer Maschine beatmet wird.
Ein Forschungsteam einer Kölner Lungenklinik hat Daten von mehr als einer Million Erwachsenen ausgewertet, die zwischen 2019 und 2022 in deutschen Kliniken beatmet wurden - also auch während der Corona-Pandemie. Sie waren dort wegen Herz- und Lungenerkrankungen sowie zum Beispiel wegen Schlaganfällen. In der Altersgruppe über 80 Jahren werden von 100.000 Einwohnern mehr als 1000 Menschen pro Jahr beatmet und die Sterblichkeit ist trotzdem hoch. Zum Vergleich: In England werden in der gleichen Altersgruppe etwa 200 Menschen beatmet, in Kanada 700.
Einer der Forscher sagte, in Deutschland und den USA werde besonders viel Beatmungstherapie gemacht. Friedlich zuhause sterben sei für viele Menschen nicht der Fall. Die Studie soll laut dem Team dazu beitragen, dass in der Gesellschaft mehr über das Thema gesprochen wird.