Werden die Eltern hundert Jahre alt, dann stehen offenbar die Chancen gut, dass man selbst auch ein hohes Alter erreicht.

Forschende haben sich Daten aus drei großen Langzeitstudien angeschaut. Sie berichten im Fachmagazin Geriatrics, dass ihrer Analyse zufolge Kinder von Hundertjährigen später sterben. Das erwartete Sterbealter verschob sich im Schnitt um gut drei Jahre nach hinten. Auch bestimmte altersbedingte Erkrankungen kamen bei ihnen später und seltener vor. Das Risiko war bei den Nachkommen von Hundertjährigen um rund ein Drittel geringer. Beispiele sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck.

Dass ein langes Leben vererbt werden kann, beweist die Studie aber nicht. Die Forschenden betonen, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt - und dass nicht direkt untersucht wurde, welche Gene dafür verantwortlich sein könnten.