Was das weltweit heißt, haben Forschende jetzt im Fachblatt The Lancet Public Health zusammengetragen. Im Jahr 1990 lag die durchschnittliche Lebenserwartung weltweit noch bei fast 65 Jahren, In diesem Jahrzehnt sind es schon fast 74 Jahre. Allerdings sorgen zum Beispiel chronische Rückenprobleme, mentale Erkrankungen oder Gehörverlust zu Einbußen in der Lebensqualität. Der Anteil der nicht gesunden Jahre ist in den letzten Jahrzehnten weltweit von 8,7 auf 10,7 gestiegen. Menschen müssen im Schnitt also länger mit Beschwerden leben.
Gerade in den reichsten Ländern der Welt ist das zu beobachten: Ganz vorne liegen die USA, mit 14 Jahren mit deutlichen Einschränkungen, gefolgt von Australien und Kanada. Für Deutschland haben die Forschenden noch knapp 12 Jahre mit chronischen Leiden errechnet. Die Forschenden sagen, nicht nur die Lebenserwartung sei wichtig, auch die Gesundheitserwartung. Die Vorsorge müsse deshalb massiv ausgebaut werden.
Bei Frauen war die Leidenszeit weltweit länger als bei Männern. Sie verbrachten im Schnitt rund 12 Jahre in schlechter Gesundheit, bei Männern waren es rund 9 Jahre.
