Briten schmeißen am meisten Essen weg
Dabei ist es meistens unnötig. Das bestätigt eine neue Studie im Auftrag der EU-Kommission. Darin kommen Forscher zu dem Ergebnis: Etwa 80 Prozent der Lebensmittelverschwendung in der EU wäre vermeidbar - indem wir weniger auf einmal einkaufen oder indem wir Sachen essen, die zwar schon abgelaufen, aber noch gut sind.
In der Studie werden vor allem Daten aus sechs Ländern verglichen. Und die unterscheiden sich enorm. Die Menschen in Großbritannien werfen demzufolge am meisten weg, und zwar im Schnitt pro Tag und pro Person fast 500 Gramm, also etwa einen kleinen Laib Brot. Das ist fast dreimal so viel, wie die Menschen in Rumänien verschwenden. Deutschland liegt dazwischen.
Hochgerechnet auf die ganze EU sind es gigantische 22 Millionen Tonnen Essen, die jedes Jahr im Müll landen, das Meiste davon Gemüse, Obst und Kohlenhydrate, also Brot oder Nudeln. Das, was wir an Fleisch wegschmeißen, ist weniger, aber trotzdem bedeutsam. Denn bei der Produktion von Fleisch gehen deutlich mehr Ressourcen drauf.
Die Studie des Forschungsinstituts der EU-Kommission findet ihr in der Fachzeitschrift [http://iopscience.iop.org/1748-9326/10/8/084008/article#erl517694s3">"Evironment Research Letters].
