Die Titanenwurz von der indonesischen Insel Sumatra ist die größte Blume der Welt und wird auch Leichenblume genannt.

Das liegt daran, dass sie beim Blühen einen intensiven Aasgeruch verbreitet. Passiert allerdings nicht allzu häufig. Eine Titanenwurz blüht maximal alle paar Jahre. Und dann auch nur für wenige Tage.

Mit dem Geruch lockt die Blume Fliegen und Käfer für die Bestäubung an. Forschende haben jetzt mithilfe von Gewebeproben rausgefunden, wie genau die Pflanze diesen stechenden Geruch erzeugt. Die Analysen bestätigten, dass die intensive Duftmischung wie schon vermutet aus verschiedenen Schwefelverbindungen besteht. Die gleichen Verbindungen geben auch verwesende Leichen ab. Neu entdeckt haben die Forschenden einen fischig riechenden Stoff im Blütenstiel, der auch in toten Tieren vorkommt.

Die Titanenwurz zeichnet noch eine weitere Besonderheit aus: Kurz vor der Blüte heizt sich ihr bis zu 3,50 Meter hoher Blütenstiel auf. Nach Ansicht der Forschenden könnte ihr das dabei helfen, ihre Duftstoffe schnell herzustellen und effektiv zu verbreiten.