Wie Sprachen klingen, hängt auch davon ab, wo sie gesprochen werden.

Ein deutsch-chinesisches Forschungsteam kommt zu dem Schluss, dass Sprachen in den Tropen lauter, beziehungsweise klangvoller sind als in kälteren Gebieten.

Grundgedanke ist, dass wir beim Sprechen und Zuhören von Luft umgeben sind. Gesprochene Worte werden durch die Luft als Schallwellen übertragen. Die physikalischen Eigenschaften der Luft beeinflussen also, wie leicht Sprache zu erzeugen und zu hören ist.

Physikalische Eigenschaften der Luft haben Einfluss

Kalte Luft erschwert es, stimmhafte Laute zu erzeugen, bei denen die Stimmbänder vibrieren müssen. Gleichzeitig neigt warme Luft dazu, stimmlose Laute zu begrenzen, weil sie deren Hochfrequenzenergie absorbiert. Diese Faktoren könnten dafür sorgen, dass es in wärmeren Klimazonen einen volleren Klang bestimmter Sprachlaute gibt - in der Fachsprache Sonorität genannt.

Die Forschenden haben 5293 Sprachen analysiert und geguckt, in welchen Regionen der Erde sie gesprochen werden.