Weltweit werden bei Wildtieren die Bestände immer kleiner - und zwar drastisch.
Das schreibt die Umweltschutzorganisation WWF in ihrem Living Planet Report. Dafür hat die Organisation zusammengearbeitet mit der Zoologischen Gesellschaft London. Gemeinsam haben sie Daten von mehr als 5.500 Wirbeltier-Arten weltweit ausgewertet. Darunter Säugetiere, Vögel, Fische, Amphibien und Reptilien. Dabei kam raus, dass die Populationen in den vergangenen 50 Jahren dezimiert wurden um durchschnittlich 73 Prozent. Das liege allein an uns Menschen, sagt der WWF.
Am stärksten betroffen vom Artensterben sind laut Report Ökosysteme im Süßwasser (85 Prozent), gefolgt von denen an Land (69 Prozent) und im Meer (56 Prozent). Geografisch am stärksten betroffen ist Lateinamerika.
Allerdings wird der "Living Planet Report" des WWF auch kritisiert: Laut verschiedenen Studien verzerrt die Berechnungsmethode die Werte, sodass der Rückgang der Wirbeltiere überschätzt wird.