Eine Studie, unter anderem vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung zeigt aber: Frauen lassen sich davon nicht vom Kandidieren abhalten. Die Erklärung: Viele bringen eine besonders hohe Widerstandskraft mit. Bei stark politisch interessierten Frauen sinkt die Bereitschaft nicht. Im Gegenteil: Die Gewaltstatistik führt dazu, dass sie erst recht weitermachen würden, während die Bereitschaft bei Männern in dieser Gruppe eher sinke.
Anders sieht es bei Frauen aus, die weniger politisch interessiert sind. Sie lassen sich durch Berichte über Gewalt eher abschrecken. Forschende sehen darin ein Problem: Es fehlt der Nachwuchs an vielfältigen Persönlichkeiten. Schon jetzt sind Frauen unterrepräsentiert – neun von zehn Rathäusern werden von Männern geführt.
