Diese Expedition könnte ein großes Rätsel der Luftfahrtgeschicht lösen.

Am Samstag (3.10.) bricht ein US-Forschungsteam auf in den Pazifik zu einem winzigen Atoll - also einem ringförmigen Riff. Es geht um das Nikumaroro-Atoll vom Inselstaat Kiribati, und das liegt etwa zwischen Hawaii und Australien. Dort wird das Flugzeugwrack von Amelia Earhart vermutet. Diese Pionierin der Luftfahrt verschwand im Sommer 1937 beim Versuch, als erste Frau die Welt zu umrunden.

Eine konkrete Spur tauchte 2015 nach einem Wirbelsturm auf Satellitenbildern auf: Ein Objekt etwa so lang wie der Rumpf von Earharts Flugzeug liegt in der flachen Lagune von Nikumaroro. Jetzt wollen Forschende unter anderem von Earharts Heimatuni Purdue rausfinden, ob es sich wirklich um ihren Flieger handelt. Dafür will das Team erstmal alle Hinweise dokumentieren. Mögliche Wrackteile würden in einer zweiten Mission geborgen.

Schon früher wurde vermutet, dass Earhart bei dem Atoll notgelandet sein könnte. Ohne Rettung könnte sie dort einige Wochen überlebt haben, bevor sie dann verdurstet und verhungert ist. Vermutet wird das wegen möglicher aufgeschnappter Funkspruch-Fetzen. Earhart machte ihre Weltumrundung mit ihrem Navigator Fred Noonan. Der wurde möglicherweise bei der Notlandung am Nikumaroro-Atoll verletzt und starb früher als Earhart. Die auffällige Struktur im Nikumaroro-Atoll, die Earharts Flugzeugwrack sein könnte, wird Taraia-Objekt genannt.