Schon wieder Saharastaub auf dem Balkontisch und eine schummerige Sonne am Himmel - kommt das inzwischen öfter vor?

An dem Eindruck ist was dran. Ein Forschungsteam des Paul-Scherrer-Instituts in der Schweiz hat Messdaten aus ganz Europa ausgewertet.

Das Ergebnis steht im Fachmagazin Nature: In den vergangenen zehn Jahren kommt mehr Feinstaub aus der Sahara nach Europa. Besonders viel bekommt Südeuropa ab, aber auch Regionen weiter nördlich.

Gründe für den Trend

Der Trend könnte damit zusammenhängen, dass die Sahara noch größer und trockner wird als ohnehin schon, und dass sich Muster bei den Windrichtungen durch den Klimawandel verändern.

Feinstaub aus Wüsten stammt zwar aus natürlichen Quellen, kann aber trotzdem ungesund sein.

Wüstenstaub hat Folgen

Messbar ist zum Beispiel, dass an Tagen mit besonders viel Wüstenstaub in der Luft mehr Menschen frühzeitig aufgrund von Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen sterben.

Die Forschenden vermuten, dass sich Europa auch künftig wohl auf mehr Saharastaub als früher einstellen muss.