Müll

Europäische Länder produzieren den meisten Elektroschrott pro Kopf

Wenn Mikrowellen, Waschmaschinen und Rasierer nicht mehr funktionieren, klar, dann landen sie auf dem Müll.

Aber nur ein kleiner Teil weltweit wird anschließend recycelt, um genau zu sein: ein Sechstel. Die Zahl nennt der Globale Elektromüll-Monitor der Universität der Vereinten Nationen in Bonn. Den Großteil des E-Mülls machen Haushaltsgeräte aus, weniger als zehn Prozent sind Handys, Computer und Drucker. Die Autoren des Berichts haben ausgerechnet, dass man mit dem Elektroschrott mehr als eine Million 40-Tonnen-Lastwagen füllen könnte - die würden einen Stau so lang wie die Strecke von New York bis nach Tokyo erzeugen. Die Müllmenge wird ihrer Ansicht nach bis 2018 noch um ein Fünftel zunehmen. Grund dafür ist, dass viel mehr Menschen Elektrogeräte haben, aber auch, dass gerade die neuen Modelle nicht lange halten.

In absoluten Zahlen produzieren die USA, China und Japan den meisten Elektromüll. Pro Kopf sind es aber Norwegen, die Schweiz und Island. Der Rektor der Uno-Universität sagt, der Abfall sei gleichzeitig eine Goldmine und voller Giftstoffe, die man vorsichtig entsorgen muss.