Massachusetts Institute of Technology

Volkswagen hätte mit früherem Rückruf vorzeitige Todesfälle verhindern können

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Das Massachusetts Institute of Technology hat die gesundheitliche Tragweite des VW-Skandals für die USA ausgerechnet.

In der Studie heißt es, dass in den USA knapp eine halbe Million manipulierter Diesel-Wagen laufen. Diese Autos haben demnach auf der Straße 40 Mal mehr Schadstoffe ausgestoßen als erlaubt. Hochgerechnet mit den entsprechenden Risikofaktoren durch die Umweltverschmutzung ergebe das USA-weit 60 vorzeitige Todesfälle. Vorzeitig bedeutet laut den Forschern, dass diese 60 Menschen zehn bis 20 Jahre früher gestorben sind als ohne die zusätzliche Umweltbelastung durch VW - verstärkt würden zum Beispiel Atemwegs- und Herzerkrankungen.

Gleichzeitig schreiben die Forscher des MIT zusammen mit Kollegen aus Harvard, dass VW in Zukunft weitere 130 vorzeitige Todesfälle verursachen werde - weil die Rückrufaktion nicht sofort abgeschlossen wird, sondern bis Ende nächsten Jahres laufen soll. Und bis dahin stoßen die Autos weiter mehr Schadstoffe aus. Und auch ein früherer Rückruf hätte demnach weitere Todesfälle verhindern können.