Spritzen direkt an die Wirbelsäule, gegen Rückenschmerzen - davon raten Forschende jetzt ab.

Ein internationales Forschungsteam schreibt im Fachmagazin The BMJ, dass es 81 frühere Studien kritisch analysiert und überprüft hat. In Rahmen dieser Studien hatten Patientinnen und Patienten mit chronischen Rückenschmerzen entweder Wirkstoffe wie Cortison und Schmerzmittel gespritzt bekommen - oder eine Scheinbehandlung, also ein Placebo. Ingesamt wurden 13 verschiedene Behandlungsmethoden einbezogen.

Raus kam: Spritzen in den Rücken wirkten nicht erkennbar besser als ein Placebo - weder bei chronischen Schmerzen noch bei ausstrahlenden Nervenschmerzen. Zusätzlich sind solche Spritzen auch noch teuer - und laut den Forschenden besteht das Risiko, dass sie zu Vernarbungen im Gewebe führen und zu Infektionen. Deshalb seien solche Therapien nicht zu empfehlen.

Rückenschmerzen gelten als Volkskrankheit - bei Erwachsenen zwischen 20 bis 59 Jahren leiden rund 20 Prozent darunter.