Es ist schon bekannt, dass sich Ebola noch viele Monate lang im menschlichen Körper verstecken kann. Später können die Viren dann zu Entzündungen und zu Rückfällen führen oder - wenn auch nur selten - andere Personen anstecken.
Vor kurzem hat sich das Team hinter einer Studie im Fachjournal Nature Microbiology noch einmal genauer angeschaut, wie sich das Ebola-Virus im Gehirn versteckt. Dort arbeitet das Immunsystem nur vorsichtig. Dazu haben die Forschenden ein aus Stammzellen gezüchtetes Mini-Hirn-Modell genutzt.
Die Untersuchung zeigte: Ebola- und verwandte Viren halten sich mehr als 100 Tage im nachgebauten Hirn und sind auch weiter infektiös. Und die Forschenden fanden bisher unbekannte Virus-Mutationen. Jetzt wäre wichtig zu klären, ob das quasi ein weiterer Überlebenstrick des Ebola-Virus ist.
