Und das kann Folgen haben für Diagnosen und Therapien. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Forschungsgruppe. Viele Studien sind demnach lange Zeit vor allem mit männlichen Probanden durchgeführt worden.
Geschlechtsspezifische Unterschiede wie etwa Hormone sind oft nicht systematisch ausgewertet worden, genauso gesellschaftliche Rollenbilder. Denn diese beeinflussen zum Beispiel, wie Menschen mit Beschwerden umgehen, wann sie Hilfe suchen und wie ein Arzt oder eine Ärztin Symptome einordnet. Männer gehen im Schnitt etwa seltener zum Arzt. Frauen übernehmen häufiger Care-Arbeit, was zu Erschöpfung und chronischen Beschwerden führen kann.
Die Forschungsgruppe hat daher 13 Empfehlungen vorgelegt. Unter anderem soll es in Zukunft Standard werden, Frauen und Männer gleichermaßen in Studien einzubeziehen und Ergebnisse konsequent geschlechtsspezifisch auszuwerten.
