Masern-Impfung schützt wohl indirekt auch vor anderen Krankheiten
Die Masern-Impfung schützt wohl nicht nur vor Masern, sondern indirekt auch gegen andere Krankheiten.
Das schreibt ein internationales Forscherteam im Fachjournal "Science". Wissenschaftler hatten sich schon länger gewundert, warum nach der Einführung der Masern-Impfung vor rund 50 Jahren die Kindersterblichkeit so stark gesunken war. Das ließ sich nicht allein damit erklären, dass weniger Kinder an den Masern starben.
Die Forscher schreiben, dass bei Masern-Patienten die Viren wichtige Zellen im Immunsystem vorübergehend quasi deaktivieren. Das hält bis zu drei Jahre nach einer überstandenen Masern-Erkrankung an. Dadurch sind die ehemaligen Masern-Kranken in der Zeit nach dem Gesundwerden anfälliger für andere Infektionen. Bei Geimpften ist das nicht so.
Die Weltgesundheitsorganisation will die Masern bis zum Jahr 2020 weltweit ausrotten. Deutschland macht dabei kaum Fortschritte, weil einige Menschen impfmüde geworden sind.
