Wer unter Migräne leidet, der kennt das Gefühl: Man würde fast alles dafür tun, dass der Schmerz aufhört.
Früher gingen manche Menschen sogar soweit, sich ein Loch in den Schädel bohren zu lassen, damit der Schmerz entweichen kann. Die sogenannte Trepanation findet sich immer wieder in medizinhistorischen Schriften. Etliche alte Schädelfunde weisen solche Löcher auf, zum Teil sind die löchrigen Schädel in Museen ausgestellt. Die Methode wurde nicht nur bei Migräne verwendet, sondern auch bei Epilepsie, Schwindel oder Geräuschen im Kopf.
Die Geschichtswissenschaftlerin Katherine Foxhall hat sich die alten Texte für das Onlineportal The Conversation noch einmal angesehen und wollte wissen, wer die Idee hatte, Löcher im Kopf könnten bei Migräne helfen. Vor allem geht das wohl auf eine Veröffentlichung aus dem Jahr 1902 zurück, wirklich wissenschaftlich war die nach heutigen Standards allerdings nicht. Denn es geht dort auch um Vorahnungen, Gedankenübertragung und Halluzinationen.
