Pottwale fressen vor allem Riesenkalmare, also große Tintenfische, die in der Tiefe leben.

Diese Beute verschwindet allerdings zunehmend, offenbar durch den Klimawandel. Und mit den Riesenkalmaren verschwinden auch die Pottwale. Das zeigt jetzt ein Forschungsteam für den Golf von Kalifornien. Das ist eine riesige Bucht zwischen der Küste von Mexiko und der Halbinsel Niederkalifornien. Dort haben die Forschenden zwischen 2009 und 2018 die Pottwal-Population beobachtet. In dieser Zeit ging die Zahl der Tiere immer weiter zurück - bis schließlich gar keine Pottwale mehr gesichtet wurden.

Die Forschenden schreiben im Fachmagazin PeerJ Life and Environment, dass vorher die Population der Riesenkalmare zusammengebrochen war. Das liegt wohl einerseits an der immer häufiger auftretenden pazifischen Meeresströmung El Niño. Und andererseits an den steigenden Wassertemperaturen, durch die Riesenkalmare nicht mehr so groß werden wie früher. Dadurch fehlt den Pottwalen dann ihre Beute.

Die Forschenden sehen diese Veränderungen als Warnsignal, für erhebliche Veränderungen in den marinen Ökosystemen. Die zunehmende Erwärmung im Golf von Kalifornien müsse genau beobachtet werden.