Forschende der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking haben das in der Fachzeitschrift Science Advances noch mal genauer berechnet. Sie haben sich den Zeitraum von 1960 bis 2023 angesehen. Und in dieser Zeit war die wärmebedingte Ausdehnung für 43 Prozent des Meeresspiegel-Anstiegs verantwortlich. Schmelzende Gebirgsgletscher machten 27 Prozent aus, und die schmelzenden Eismassen in Grönland und der Antarktis noch mal 27 Prozent. Die restlichen drei Prozent hängen davon ab, wie viel Wasser an Land gespeichert wird oder in die Ozeane zurückfließt.
Das Meerwasser nimmt einen Großteil der Wärme auf, die in der Atmosphäre gehalten wird. Mit steigenden Temperaturen werden die Meere immer wärmer. Und weil Wärme durch eine stärkere Bewegung der Teilchen zustande kommt, benötigt wärmeres Wasser mehr Platz als kälteres Wasser. Das Meerwasser dehnt sich also aus. In den letzten Jahren lag der Meeresspiegel-Anstieg im Mittel bei fast vier Millimetern pro Jahr.
Zuletzt hatte eine Studie auch gezeigt, dass die Erwärmung der Tiefsee bei vielen Berechnungen wohl unterschätzt wurde, auch weil dort kaum gemessen wird.
