Durch die menschengemachte Klimaerwärmung steigt der Meeresspiegel in den nächsten Jahren immer weiter.

Die Frage ist nur: Wie stark fällt dieser Anstieg aus? In einer neuen Studie sagen Forschende der Uni Utrecht: Es wird nicht ganz so schlimm wie angenommen, der Meeresspiegel wird in den nächsten hundert Jahren um ein Viertel weniger ansteigen, als bisher vermutet. Die Forschenden stützen sich auf ein neues, besonders detailliertes Computermodell. Darin haben sie zum ersten Mal sogenannte Kehrwasser, oder Eddies mit einberechnet. Das sind Verwirbelungen innerhalb einer Strömung - im Meer können sie einen Durchmesser von 10 bis 200 Kilometer erreichen.

Diese Verwirbelungen wurden in bisherigen Modellen nicht einzeln dargestellt. Das neue Modell tut das jetzt. Demnach führen die Eddies in einigen Gegenden rund um die Antarktis dazu, dass der Ozean eher kälter wird - dadurch verlangsame sich das Abschmelzen des Meereises und der Meeresspiegel steige weniger schnell.