Jedes Jahr gelangen bis zu 13 Millionen Tonnen Plastik in die Weltmeere.

Allerdings: Wenn es darum geht, diesen Müll wiederzufinden, gibt es ein Problem: Etwa 70 Prozent bleibt verschwunden. Warum? Dafür haben Forschende aus Japan und Thailand vielleicht eine Erklärung gefunden.

In der Fachzeitschrift Science of the Total Environment schreiben sie, dass Korallen vielleicht dahinter stecken und Mikroplastik über hunderte Jahre einschließen. Ihre Vermutung stützen die Forschenden auf 27 Korallenproben, die sie in Südostasien gesammelt haben.

Bei der Analyse fanden sie in allen Teilen Mikroplastik. Also auf der Oberfläche, genauso wie auch im Skelett der Korallen selbst. Die meisten Partikel hatten den selben Durchmesser wie ein menschliches Haar.

Die Forschenden sagen: Für sie sieht das so aus, als ob Korallen Mikroplastik etwa so binden, wie Bäume CO2. Das könnte einen Teil des verschwundenen Plastikmülls erklären. Was das aber für die Korallen selbst bedeutet, oder für das gesamte Ökosystem, ist unklar. Dafür sei viel mehr Forschung nötig.