Tintenfische haben ein vergleichsweise großes Gehirn und sind ziemlich intelligent.

Doch ein Effekt des Klimawandels könnte ihre Hirne schrumpfen lassen: die Versauerung der Ozeane, die vor allem durch den hohen CO2-Ausstoß von uns Menschen passiert. Ein Forschungsteam hat auf einer Konferenz Zwischenergebnisse von Experimenten mit Riff-Kalmaren vorgestellt.

Dabei wurden die Tintenfische in Tanks mit unterschiedlichem Wasser aufgezogen. Einer hatte normales Meereswasser, der andere Wasser mit einem saureren pH-Wert - so wie es laut Klimamodellen für die Meere im Jahr 2100 erwartet wird. Die Kalmare aus dem saureren Wasser hatten nur halb so große Gehirne wie die anderen - zur Überraschung der Forschenden.

Von der Schrumpfung war vor allem der Sehbereich im Hirn betroffen - Kalmare sind aber für die Beutejagd auf gute Sicht angewiesen. Frühere Studien hatten schon gezeigt, dass Kalmare in saurerem Wasser weniger jagen und fressen. Die Ozeanversauerung könnte also ein großes Problem für sie werden.