Forschende haben sich immer gefragt, wie das geht - denn der Pottwal-Kopf ist sehr groß und mit wachsartigem Öl und Luft gefüllt. Deswegen müsste er im Wasser eigentlich ständig nach oben treiben, so wie ein Korken. Doch jetzt glaubt das Team hinter einer Studie im Journal of Experimental Biology verstanden zu haben, wie Pottwale das Auftriebs-Problem lösen: mit einem Luftblasen-Trick. Analysen mit Daten von Tracker-Experimenten zeigen: Die Wale lassen beim Nickerchen regelmäßig ein bisschen Luft raus, um nicht zu stark hochzutreiben. Und zwar genau in der Menge, die zur Wassertiefe passt. Wenn sie stabil knapp unter der Wasseroberfläche bleiben wollen, lassen sie häufiger Luftblasen raus, als wenn sie auf dem Weg von einem ganz tiefen Tauchgang in der Tiefsee ohnehin langsam hochtreiben und einfach dabei Pause machen.
Pottwale machen regelmäßig 10- bis 15-minütige Nickerchen. Es ist noch unklar, ob sie wie wir dabei komplett schlafen - oder ob immer nur eine Hirnhälfte schläft, so wie bei Delfinen.
