Eine Umarmung kann so guttun - das wissen auch Schimpansen und Bonobos.

Auch diese Menschenaffen nutzen körperliche Berührungen, um soziale Spannungen zu überwinden und um Harmonie in der Gruppe herzustellen. Das zeigt eine Studie im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B. Die Forschenden haben ein Experiment entwickelt, um zu beobachten, ob Umarmen, Berühren und Küssen, auch bei Affen den Umgang miteinander verbessert und sie beruhigen kann - vor allem vor einem stressigen Ereignis wie einer Fütterung.

Dafür haben sie verschiedene Affen-Gruppen in afrikanischen Schutzgebieten daran gewöhnt, dass sie regelmäßig Erdnüsse bekamen. Dabei beobachteten sie, dass Tiere, die vorm Füttern beruhigenden Kontakt hatten, eher bereit waren, das Futter zu teilen und sich toleranter verhielten.

Einer der Forscher sagt, dass soziale Berührung ein starkes Kommunikationsmittel ist, schon lange vor der Sprache.