Erst war das Leben im Wasser. Erst später sind Tiere an Land gegangen.

Viele von uns haben in der Schule gelernt, dass diese ersten Landlebewesen Metamorphosen durchgemacht haben - eine Verwandlung, wie man sie heute noch bei Amphibien sieht, wie Fröschen. Deren Nachwuchs, die Kaulquappen, leben erst im Wasser und atmen dort durch Kiemen. Die bilden sich später zurück. Den kleinen Fröschen wachsen dann Lungen und Gliedmaße - und sie können an Land leben. So ähnlich könnte es auch vor knapp 400 Millionen Jahren gewesen sein - bei den ersten Landgängern.

Zwei Forscher aus den USA stellen die verbreitete Metamorphosen-These aber in Frage. Sie haben Fossilien aus dieser Zeit untersucht und bei keinem der versteinerten Jungtiere Kiemen entdeckt. Sie sagen: Dann waren es auch keine Kaulquappen - sprich: Diese Jungtiere haben sich nicht verwandelt. Das Fazit der Forscher: Die ersten Vierbeiner haben sich wohl - ohne Metamorphose in ihrem ihres Leben - anders zu Landlebewesen entwickelt.