Den Zusammenhang untersucht ein Forschungsteam in China. Es schreibt in seiner Studie, dass die winzigen Abrieb-Partikel Bakterien eine Oberfläche bieten, auf der sie sich sammeln und Resistenz-Gene besonders leicht austauschen können. Außerdem setzen die Reifenpartikel offenbar Chemikalien frei, die die Widerstandskräfte der Keime sogar fördern. Dazu kommt, dass durch Verwitterung und Sonnenlicht aus den Partikeln Stoffe entstehen, die die Zellwände der Bakterien durchlässiger für fremdes Erbgut machen.
Die Forschenden sagen, dass die aktuelle Datenlage zu dem Thema noch sehr gering ist. Sie fordern mehr Forschung auf diesem Gebiet. Und sie raten jetzt schon, Reifenabrieb in Städten aufzufangen, bevor er in Böden und Grundwasser geht, zum Beispiel durch Filteranlagen am Straßenrand.
