Wenn wir Alkohol konsumieren, fährt die Leber von Menschen und manchen anderen Säugetieren Schutzmechanismen hoch, um Verletzungen vorzubeugen.

Dabei spielt das Hormon FGF21 eine Rolle. Diesen Botenstoff sendet die Leber als Notsignal ans Gehirn, wodurch wir weniger Lust auf noch mehr alkoholische Getränke haben.

Forschende aus den USA haben jetzt bei Versuchen mit Mäusen festgestellt, dass das Hormon betrunkene Mäuse schneller wieder nüchtern macht. Oder anders gesagt: Genveränderte Mäuse, deren Leber kein FGF21 produzieren konnte, waren nach Alkoholkonsum doppelt so lange bewusstlos, wie Mäuse, deren Leber das Hormon normal herstellte. Als die genveränderten Mäuse eine Injektion mit dem Hormon bekamen, wachten sie schneller wieder auf und auch ihre Koordinationsfähigkeit kam schneller zurück. Die Forschenden fanden auch heraus, wo genau im Hirn FGF21 wirkt, nämlich in dem Bereich, der Aufmerksamkeit und das Aufwachen steuert.

Die Forschenden hoffen, dass ihre Ergebnisse in Zukunft dabei helfen könnten, Alkoholvergiftungen schneller zu behandeln.